Longboarden auf Rügen

Longboarden auf der Insel Rügen... Miete, Touren & Verkauf über unseren Shop im Ostseebad Thiessow OT Klein Zicker

Die ersten Longboarder waren Surfer, die auf die Idee kamen, Rollen unter ihre Bretter zu montieren und den Spaß auf dem Brett auch auf der Straße zu erleben.(Aus diesem Grund ähneln Pintails auch so sehr den Surfbrettern.) Später wurden die Bretter immer kürzer, es kamen immer mehr Tricks hinzu und aus dem Longboarden entwickelte sich das 'Skateboarden'. Erst vor Kurzem erlebte das Longboarden eine Wiedergeburt und wurde wieder in die Städte und auf die Straßen gebracht.

Ein Longboard ist ein spezielles Skateboard. Es ist länger, in der Regel zwischen 90 und 150 cm, und hat einen größeren Achsabstand („wheelbase“). Montiert werden größere Räder („wheels“) aus weicherem Material zur besseren Absorption von Unebenheiten des Untergrunds. Zusammen mit dem längeren Achsabstand ermöglichen sie eine verbesserte Fahrstabilität bei höheren Geschwindigkeiten.
Longboards gibt es in verschiedenen Varianten, für verschiedene Fahrtechniken. Ihre Fahreigenschaften können zusätzlich durch Veränderungen an Komponenten an persönliche Bedürfnisse angepasst werden.
Longboarden und andere hiermit verwandte und in der Vergangenheit fast in Vergessenheit geratene Ausübungsformen des Skateboardens (Downhillskaten, Slalomskaten, Freestyleskaten) erfreuen sich in den letzten Jahren wieder zunehmender Beliebtheit. Das Skaten mit Longboards hat besonders in den USA, Kanada und der Schweiz hohe Zuwachsraten, ähnlich dem Boom der Snowboards vor einigen Jahren.

Der Großteil aller Boards besteht aus horizontal laminiertem Ahornholz oder vertikal laminiertem (sog. VLAM) Bambus. Daneben existieren auch andere VLAM-Kombinationen, beispielsweise Espe und Mahagoni.
Als Außenlagen kommen häufig Faser-Kunststoff-Verbunde (GFK oder CFK) zum Einsatz. Sie vermindern je nach Ausrichtung die Torsion und / oder Durchbiegung.
Decks aus Ahornholz sind in der Regel recht steif und haben wenig Flex. Das Bambus-VLAM wird sowohl für flexige als auch steife Decks verwendet. Bauartbedingt ist es allerdings recht torsionsanfällig und wird daher vorzugsweise mit entsprechend ausgerichteten Faser-Kunststoff-Verbunden verstärkt.
Als Flex wird die Fähigkeit des Decks bezeichnet, sich durchzubiegen. Bei manchen Herstellern kann man sich auch eine Flexstufe aussuchen, wobei nach Gewicht oder Vorliebe des Fahrers entschieden wird. Schwereren Boardern wird ein Board mit weniger Flex zugeraten, leichteren ein Board mit mehr Flex. Werden Boards mit viel Flex bevorzugt, ist darauf zu achten, dass das Deck sich beim Daraufstellen oder Fahren nicht bis zum Boden durchbiegt. Der Flex eines Bordes bestimmt maßgeblich den Einsatzbereich der Decks. Weiche Decks eignen sich eher für die langsameren Fahrstile, wohingegen härtere Decks eher für Highspeed-Fahrstile geeignet sind (siehe Material). Beim Cruisen und Carven ist der Effekt, dass das Deck stark federt, durchaus erwünscht, da es das Kurvenfahren unterstützt. Die Kraft, die auf das Board wirkt, verpufft nicht gänzlich, sondern wird durch den Federeffekt wieder mitgenommen.
Generell kann zwischen den zwei verschiedene Arten von Rollen, der Griprolle und der Sliderolle, beim Longboarden unterschieden werden. Eine dritte Rollenart stellt hier noch die Aquarolle dar. Diese hat Ausfräsungen in der Lauffläche, um auf diese Weise Aquaplaning zu verhindern und Grip auf nassem Untergrund zu erhöhen.
Die Griprolle zeichnet sich dadurch aus, dass sie in erster Linie Halt auf dem Fahrbelag bietet. Ihr Einsatzbereich liegt vor allem im Downhill- und Carvingbereich. Auch zum schnellen Cruisen ist sie gut geeignet. Die Rollen sind im Regelfall mit einer glatten Lauffläche ausgestattet und sind am Rand scharfkantig, um ein Abrutschen vom Asphalt zu vermeiden. Sie werden mit einer weichen Gummimischung gefahren, damit sich die Rolle in die Straßenoberfläche festhaken kann. Auch dies vermindert ein Abrutschen von der Straßenoberfläche. Außerdem haben weiche Rollen einen Stoßdämpfereffekt und dämpfen auf diese Weise kleine Unebenheiten ab. Griprollen haben oftmals einen größeren Rollendurchmesser und eine breite Lauffläche.
Die Sliderolle bietet auch Halt auf dem Fahrbelag, jedoch lässt es sich leichter und kontrollierter sliden. Die Rollen haben abgerundete Kanten und eine angeraute Lauffläche. Dies ermöglicht es, das Board lange sliden zu lassen, ohne dabei die Kontrolle zu verlieren. Bei Sliderollen wird eine härtere Gummimischung gewählt, was das Wegrutschen auf dem Untergrund begünstigt.
Für beide Arten gibt es diverse Mischformen, welche verschiedenste Eigenschaften begünstigen. Dabei kann der Fahrer das Setup an seine individuellen Vorlieben und an das Einsatzgebiet anpassen. Eine der am häufigsten verwendeten Härtegrade stellt wohl die 80a dar. Wobei weiche Rollen eine kleine Zahl (75a) und harte Rollen eine hohe Zahl (89a) mit sich führen.